Neue DAU-Antenne verbessert Alarmierung im nördlichen Dithmarschen

Neue DAU-Antenne am Feuerwehrgerätehaus Schülp: Die Anlage verbessert die digitale Alarmierungsabdeckung im Bereich Schülp und im nördlichen Dithmarschen.

Ein wichtiger Schritt für eine zuverlässigere Alarmierung der Feuerwehren im nördlichen Dithmarschen ist umgesetzt: Am Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Schülp wurde eine neue DAU-Antenne für die digitale Alarmierung installiert und in Betrieb genommen.

Neue DAU-Antenne am Feuerwehrgerätehaus Schülp: Die Anlage verbessert die digitale Alarmierungsabdeckung im Bereich Schülp und im nördlichen Dithmarschen.

Das Feuerwehrgerätehaus in Schülp liegt nordöstlich von Wesselburen. In diesem Bereich kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen beim Empfang der digitalen Meldeempfänger. Alarmierungen konnten dadurch insbesondere bei Einsatzkräften, die sich nördlich von Wesselburen beziehungsweise im Umfeld von Schülp aufhielten, teilweise nicht zuverlässig empfangen werden.

Die Feuerwehr Schülp hatte die wiederkehrenden Probleme deshalb an die zuständigen Stellen herangetragen und sich dafür eingesetzt, dass die Situation untersucht und eine nachhaltige Lösung gefunden wird. In der Folge fanden Gespräche mit der Digitalfunk-Servicestelle, der Kooperativen Regionalleitstelle West in Elmshorn sowie dem Sachgebiet Bevölkerungsschutz und Feuerwehrwesen des Kreises Dithmarschen statt.

Im Rahmen von Messfahrten und weiteren technischen Untersuchungen wurde die Empfangssituation vor Ort genauer analysiert. Dabei zeigte sich, dass unter anderem die im Umfeld befindlichen Windenergieanlagen einen Einfluss auf die digitale Alarmierung beziehungsweise die Empfangssituation haben können.

Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse wurde gemeinsam nach einer geeigneten technischen Lösung gesucht. Der Kreis Dithmarschen sprach sich schließlich dafür aus, die Errichtung eines zusätzlichen DAU-Standortes am Feuerwehrgerätehaus Schülp als sinnvolle Investition in die Alarmierungsstruktur umzusetzen.

Die Arbeiten am neuen Standort wurden am 9. und 10. September 2026 durch die Firma Sinus durchgeführt. Bereits am 10. September 2026 konnte die neue DAU-Antenne erfolgreich in Betrieb genommen werden.

Von der Verbesserung profitiert dabei nicht nur die Feuerwehr Schülp. Die zusätzliche Infrastruktur verbessert die Alarmierungsabdeckung im Umfeld des Standortes und kommt damit auch Einsatzkräften anderer Feuerwehren zugute, die sich im nördlichen Dithmarschen aufhalten.

Damit stellt die neue DAU-Antenne eine wichtige Ergänzung für den Bevölkerungsschutz dar. Eine möglichst zuverlässige Alarmierung ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Einsatzkräfte im Notfall schnell erreicht werden und die Feuerwehren ihre Hilfe zeitnah zu den Bürgerinnen und Bürgern bringen können.

Mit der neuen DAU-Antenne am Feuerwehrgerätehaus Schülp konnte somit ein seit längerer Zeit bestehendes Problem der digitalen Alarmierung gezielt angegangen und die Alarmierungsstruktur im nördlichen Dithmarschen nachhaltig verbessert werden. Das Projekt zeigt zugleich, wie wichtig es ist, technische Probleme aus der Praxis frühzeitig zu benennen und gemeinsam mit den zuständigen Stellen nach Lösungen zu suchen.

Tragehilfe für den Rettungsdienst in Strübbel

🚨 Einsatz 11/2026

🕑 05.09.2026 | 09:20 Uhr
📍 Dorfstraße, Strübbel
📟 NOTF 01 DLK – Unterstützung Rettungsdienst

Im Einsatz:

  • 🚒 Feuerwehr Schülp
  • 🚒 Feuerwehr Heide – Drehleiter und KdoW
  • 🚑 Rettungsdienst
DLK FF Heide, RTW & MLF FF Schülp

Am Samstagvormittag wurde die Feuerwehr Schülp um 09:20 Uhr mit dem Einsatzstichwort „NOTF 01 DLK – Unterstützung Rettungsdienst“ in die Dorfstraße nach Strübbel alarmiert.

Der Rettungsdienst hatte zur Unterstützung beim Transport einer Patientin eine Drehleiter (DLK) angefordert. Da die Feuerwehr Schülp als örtlich zuständige Feuerwehr über keine eigene Drehleiter verfügt, wurde zusätzlich die Drehleiter der Feuerwehr Heide sowie deren KdoW zur Unterstützung alarmiert.

Der Rettungsdienst war beim Eintreffen der Feuerwehr Schülp bereits vor Ort. Noch vor dem Eintreffen der Drehleiter aus Heide wurde das Objekt durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Schülp erkundet.

Dabei konnte auf die besondere Qualifikation von zwei Feuerwehrmitgliedern zurückgegriffen werden, die neben ihrer Mitgliedschaft in der Feuerwehr Schülp im Rahmen einer Doppelmitgliedschaft auch bei anderen Feuerwehren – in Heide und Büsum – aktiv sind. Beide verfügen über die Ausbildung zum Korbfahrer und konnten dadurch bereits vor Eintreffen der Drehleiter beurteilen, ob ein Einsatz der DLK zur Rettung der Patientin möglich sein würde.

Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass eine Rettung über die Fenster aufgrund deren Bauweise nicht möglich war. Nach Rücksprache mit dem Rettungsdienst wurde daher entschieden, die Drehleiter nicht einzusetzen.

Die Feuerwehr Schülp und die Feuerwehr Heide unterstützten den Rettungsdienst anschließend bei der Tragehilfe. Die Patientin wurde mittels Schleifkorbtrage über das Treppenhaus sicher zum bereitstehenden Rettungswagen transportiert und dort an den Rettungsdienst übergeben.

Nach Abschluss der Tragehilfe waren keine weiteren Maßnahmen durch die Feuerwehr erforderlich. Die eingesetzten Kräfte konnten die Einsatzstelle verlassen und wieder einrück

Großzügige Spende: Neue Akku-Rettungsschere für die Feuerwehr Schülp

Beim Dienstabend am 25.08.2026 stand die technische Hilfeleistung an einem PKW auf dem Ausbildungsplan. Dabei ging es vor allem darum, mit den vorhandenen Einsatzmitteln verschiedene Möglichkeiten der Fahrzeugöffnung zu trainieren und sich auf die ersten Maßnahmen bei einem Verkehrsunfall vorzubereiten.

Für die Feuerwehr Schülp gab es an diesem Abend allerdings noch einen besonderen Anlass: Ein großzügiger Spender hat der Feuerwehr eine Akku-Rettungsschere der Firma Holmatro zur Verfügung gestellt. Das neue Einsatzmittel konnte im Rahmen des Dienstabends direkt praktisch erprobt und ausgiebig getestet werden.

Für die ersten Maßnahmen gut vorbereitet

Mit unserem Mittleren Löschfahrzeug (MLF) verfügen wir über eine solide Grundausstattung für die Brandbekämpfung und verschiedene Einsatzlagen. Für eine umfassende technische Unfallrettung sind wir jedoch nicht mit einem vollständigen hydraulischen Rettungssatz ausgestattet. Bei entsprechenden Einsatzlagen werden deshalb weitere, hierfür ausgerüstete Feuerwehren nachgefordert.

Trotzdem können gerade die ersten Minuten nach einem Verkehrsunfall entscheidend sein. Deshalb ist es uns wichtig, unsere eigenen Möglichkeiten zu kennen und mit den vorhandenen Mitteln schnell und sicher handeln zu können.

Im Rahmen des Dienstabends haben wir deshalb an einem PKW verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, um möglichst schnell Zugänge zum Fahrzeug zu schaffen. Dabei ging es nicht nur um die technische Durchführung, sondern auch um die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft, die sichere Bedienung der Geräte und die Frage, welche Maßnahmen wir mit unserer Ausstattung sinnvoll durchführen können.

Neue Akku-Rettungsschere erstmals getestet

Mit der gespendeten Holmatro Akku-Rettungsschere steht uns künftig ein weiteres leistungsfähiges Einsatzmittel zur Verfügung.

Wir konnten das Gerät am Dienstabend erstmals ausführlich ausprobieren und uns mit seiner Handhabung und seinen Möglichkeiten vertraut machen. Dabei haben wir verschiedene Einsatzmöglichkeiten getestet und erste praktische Erfahrungen gesammelt.

Die Rettungsschere wird in nächster Zeit noch entsprechend geprüft und für den Einsatzdienst vorbereitet. Anschließend soll sie auf unserem MLF verlastet werden und uns bei zukünftigen technischen Hilfeleistungen zur Verfügung stehen.

Dabei ist die Rettungsschere nicht ausschließlich für Verkehrsunfälle gedacht. Auch bei anderen technischen Hilfeleistungen kann sie für uns eine sinnvolle Ergänzung unserer vorhandenen Ausstattung darstellen.

 

Eine wertvolle Unterstützung für unsere Feuerwehr

Für uns als ehrenamtliche Feuerwehr ist eine solche Unterstützung keineswegs selbstverständlich. Umso mehr freuen wir uns über die großzügige Spende.

Wir möchten uns daher ganz herzlich bei unserem Spender für die Überlassung der Akku-Rettungsschere und die damit verbundene Unterstützung unserer Feuerwehr bedanken.

Durch solche Spenden können wir unsere Ausstattung gezielt erweitern und unsere Möglichkeiten im Einsatz verbessern. Davon profitieren letztlich vor allem die Menschen, denen wir im Ernstfall schnell und bestmöglich helfen möchten.

Lagerfeuer droht auf Vegetation überzugreifen

🚨 Einsatz 07/2026

🕑 24.07.2026 | 21:48 Uhr
📍 Schülp
📟 FEU K WALD – Lagerfeuer greift auf Vegetation über

Während eines gemeinsamen Dienstabends der Freiwilligen Feuerwehr Schülp mit dem THW Heide erhielt die Wehrführung gegen 21:48 Uhr telefonisch die Meldung über ein Lagerfeuer, das sich auf die umliegende Vegetation auszubreiten drohte.

Nach telefonischer Rücksprache mit der Leitstelle fuhr der stellvertretende Wehrführer gemeinsam mit dem Zugtrupp des THW Heide zur Erkundung der gemeldeten Einsatzstelle.

Vor Ort bestätigte sich die Lage. Das Lagerfeuer drohte auf die angrenzenden Grasflächen sowie die darüberliegenden beziehungsweise angrenzenden Baumkronen überzugreifen. Aufgrund der bestehenden Ausbreitungsgefahr wurde entschieden, über die Leitstelle Vollalarm für die Freiwillige Feuerwehr Schülp auszulösen.

Die daraufhin eintreffenden Einsatzkräfte nahmen die Brandbekämpfung auf und löschten das Feuer vollständig ab. Eine weitere Ausbreitung auf die umliegende Vegetation konnte verhindert werden.

Der Zugtrupp des THW Heide unterstützte während des Einsatzes im Rahmen der Führungsunterstützung.

Mit im Einsatz:
THW Heide – Zugtrupp (Führungsunterstützung)

Feuerwehr meets THW

Am Freitag, den 24. Juli 2026, stand bei der Freiwilligen Feuerwehr Schülp ein etwas anderer Dienstabend auf dem Programm. Zu Gast waren Kameradinnen und Kameraden des Technischen Hilfswerks aus Heide, die uns einen Einblick in ihre Aufgaben, Technik und Einsatzmöglichkeiten gaben.

Ziel des gemeinsamen Abends war es, die Arbeit des THW besser kennenzulernen und gleichzeitig den Austausch zwischen beiden Organisationen zu fördern. Gerade bei größeren oder länger andauernden Einsatzlagen können Feuerwehr und THW gemeinsam gefordert sein. Umso wichtiger ist es, die Möglichkeiten und Arbeitsweisen des jeweils anderen zu kennen.

Nach einer theoretischen Einführung ging es an die mitgebrachten Fahrzeuge und die dazugehörige Technik. Vorgestellt wurden unter anderem die Bergungsgruppe, die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung, die Fachgruppe Wassergefahren sowie der Zugtrupp als Führungskomponente.

Dabei erhielten unsere Einsatzkräfte einen Einblick in die unterschiedlichen Aufgabenbereiche des THW. Neben der Technik standen auch mögliche Schnittstellen zwischen Feuerwehr und THW im Mittelpunkt. Viele Fragen konnten direkt vor Ort besprochen und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Ein wichtiger Bestandteil des Abends war zudem das persönliche Kennenlernen. Eine gute Zusammenarbeit im Einsatz beginnt nicht erst an der Einsatzstelle – gegenseitiges Verständnis und bekannte Ansprechpartner können die gemeinsame Arbeit im Ernstfall deutlich erleichtern.

Noch während des Dienstabends wurden wir zu einem Einsatz alarmiert. Die anwesenden Kräfte des THW unterstützten uns dabei und stellten unter anderem ihren Zugtrupp als Führungskomponente zur Verfügung. Somit ergab sich ungeplant bereits an diesem Abend eine direkte Zusammenarbeit.

Wir bedanken uns bei den Kameradinnen und Kameraden des THW Heide für ihren Besuch, die umfangreichen Einblicke in ihre Arbeit und den kameradschaftlichen Austausch.

Der gemeinsame Abend hat gezeigt, wie wertvoll der Austausch über Organisationsgrenzen hinweg ist. Wir freuen uns darauf, den Kontakt weiter zu pflegen und die Zusammenarbeit auch zukünftig fortzuführen.

Umgestürzter Baum nach Unwetter beseitigt

🚨 Einsatz 06/2026

🕑 28.06.2026 | 08:20 Uhr
📍 Schülp, Hauptstraße
📟 TH K – Baum auf Straße

Nach einem kurzen Unwetter am Sonntagmorgen wurde die Freiwillige Feuerwehr Schülp um 08:20 Uhr mit dem Einsatzstichwort „TH K – Baum auf Straße“ in die Hauptstraße alarmiert.

Im Kurvenbereich an der Einmündung zum Schwienweidsweg war ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt und stellte ein Verkehrshindernis dar.

Die Einsatzkräfte entfernten den Baum mithilfe einer Motorkettensäge von der Fahrbahn und räumten die Straße von Ästen und weiteren Verschmutzungen frei. Anschließend war die Fahrbahn wieder uneingeschränkt befahrbar und die Verkehrssicherheit wiederhergestellt.

Nach kurzer Einsatzdauer konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken.

Schaf aus misslicher Lage befreit

🚨 Einsatz 05/2026

🕑 26.06.2026 | 21:48 Uhr
📍 Wesselburenerkoog
📟 TH – Tier in Notlage

Am Freitagabend wurden die Freiwilligen Feuerwehren Schülp und Wesselburen um 21:48 Uhr von der Leitstelle zu einer technischen Hilfeleistung mit dem Einsatzstichwort „Tier in Notlage“ nach Wesselburenerkoog alarmiert.

Ein Schaf hatte sich in einem Zaun verfangen und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Ein Feuerwehrkamerad der Feuerwehr Schülp, der sich in der Nähe befand, fuhr die Einsatzstelle direkt mit seinem Privatfahrzeug an. Vor Ort gelang es ihm, das Tier zügig und unverletzt aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Da das Tier bereits vor dem Eintreffen weiterer Einsatzkräfte gerettet werden konnte, konnten sowohl die anfahrenden Fahrzeuge der Feuerwehr Schülp als auch die ebenfalls durch die Leitstelle alarmierte Freiwillige Feuerwehr Wesselburen ihre Anfahrt abbrechen und zu ihren Standorten zurückkehren.

Der Einsatz war damit nach kurzer Zeit beendet. Das Schaf blieb unverletzt.

Zwei Einsätze nach Sturmnacht

🚨 Einsatz 03/2026
🕑 20.06.2026 | 05:12 Uhr
📍 Strübbel
📟 TH K – Baum auf Straße
🚨 Einsatz 04/2026
📍 Schülp
📟 TH K – Baum auf Straße

Nach dem nächtlichen Sturm wurden wir am frühen Morgen des 20. Juni 2026 zu einem umgestürzten Baum auf der L156 zwischen Strübbel und Hemme alarmiert.

Vor Ort versperrte der Baum die Fahrbahn. Mittels Motorkettensäge wurde dieser zerkleinert und anschließend von der Straße entfernt. Nach der Reinigung der Fahrbahn konnte die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Bereits auf der Anfahrt zur ersten Einsatzstelle bemerkten unsere Einsatzkräfte einen weiteren umgestürzten Baum im Bereich einer Bushaltestelle in Schülp. Da von diesem ebenfalls eine Gefahr für den Straßenverkehr ausging, wurde die Einsatzstelle im Anschluss angefahren und der Baum soweit beseitigt, dass keine Einschränkungen oder Gefährdungen mehr bestanden.

Nach Abschluss beider Einsätze konnten die Einsatzkräfte wieder in das Feuerwehrgerätehaus einrücken.

Wir bitten insbesondere nach Sturmereignissen um erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr, da jederzeit mit herabgefallenen Ästen oder umgestürzten Bäumen gerechnet werden muss.

Schnelle Hilfe vor Ort – Feuerwehr unterstützt Rettungsdienst

🚨 Einsatz 02/2026
🕑 30.04.2026 | 09:51 Uhr
📍 Wesselburenerkoog
📟 NOTF 11 REA – Reanimation

Am Donnerstagvormittag wurden unsere Einsatzkräfte um 09:51 Uhr mit dem Stichwort „Reanimation“ nach Wesselburenerkoog alarmiert.

Vor Ort konnte die Lage glücklicherweise schnell eingeordnet werden: Entgegen der ersten Meldung war keine Reanimation erforderlich. Wir übernahmen umgehend die Erstversorgung und Betreuung der betroffenen Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.

Im weiteren Verlauf unterstützten wir den Rettungsdienst bei den Maßnahmen vor Ort und sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Einsatzes.

Nach der Übergabe konnten wir den Einsatz zügig beenden und wieder einrücken.

Mit uns im Einsatz:
🚑 Rettungsdienst des Kreises Nordfriesland

💡 Gut zu wissen: Warum wird die Feuerwehr bei medizinischen Notfällen alarmiert?

Bei diesem Einsatz wurden wir mit dem Stichwort „NOTF 11 REA – Reanimation“ alarmiert. Hinter solchen Alarmierungen steckt unsere sogenannte REA-Schleife.

Diese spezielle Alarmierung wird ausgelöst, wenn ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall gemeldet wird – insbesondere bei einem vermuteten Herz-Kreislauf-Stillstand.

Warum rückt die Feuerwehr dabei mit aus?
Ganz einfach: Zeit ist in solchen Situationen der entscheidende Faktor.

Unsere Einsatzkräfte sind oft schneller vor Ort und können bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes lebenswichtige Maßnahmen einleiten – zum Beispiel:

  • Erste Hilfe leisten
  • Eine Reanimation beginnen
  • Einen Defibrillator (AED) einsetzen

So überbrücken wir die Zeit, bis der Rettungsdienst übernimmt, und erhöhen damit die Überlebenschancen der betroffenen Person deutlich.

Auch wenn sich – wie in diesem Fall – keine Reanimation erforderlich war, zeigt sich:
Schnelle Hilfe vor Ort ist entscheidend und immer ein wichtiger Faktor für die bestmögliche Versorgung.

Darüber hinaus ist es auch für Angehörige eine große Unterstützung, wenn frühzeitig „professionelle“ Ersthelfer vor Ort sind. Wir leisten nicht nur medizinische Hilfe, sondern kümmern uns auch um die Betreuung von Betroffenen und Angehörigen und schaffen in einer Ausnahmesituation ein Stück Sicherheit.

Grundsatz dabei bleibt:
Lieber einmal zu viel alarmiert als zu spät geholfen.

Einweisung an der Batteriespeicheranlage in Strübbel

Am 17.02.2026 fand unser erster Dienstabend des Jahres statt. Auf Einladung der Aquila Clean Energy besuchten wir die Batteriespeicheranlage in Strübbel.

Die Anlage verfügt über eine Leistung von 50 MW bei einer Speicherkapazität von 100 MWh. Als sogenannter Zwei-Stunden-Speicher kann sie über einen definierten Zeitraum Energie aufnehmen und wieder ins Stromnetz einspeisen. Für uns als Feuerwehr stand jedoch nicht die Technik im Vordergrund, sondern die einsatztaktische Vorbereitung für den Ernstfall.

Umfangreiche Unterweisung für mögliche Einsatzlagen

Im Rahmen einer ausführlichen Einweisung wurden wir intensiv auf mögliche Schadenslagen vorbereitet. Dabei ging es insbesondere um:

  • Elektrische Gefährdungen im Brand- oder Störfall

  • Aufbau und Funktionsweise der Anlage aus feuerwehrtechnischer Sicht

  • Lage der Haupt- und Notabschaltungen

  • Trennmöglichkeiten sowie Spannungsfreischaltung

  • Umgang mit möglichen Restspannungen

  • Taktisches Vorgehen bei Brandbekämpfung und technischer Hilfeleistung

  • Zugangs- und Zutrittsregelungen

  • Erreichbarkeit eines 24-Stunden-Ansprechpartners im Notfall

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den sicherheitsrelevanten Aspekten im Umgang mit Hochvolt-Technik sowie den abgestimmten Abläufen zwischen Betreiber und Feuerwehr.

Begehung der Anlage

Abschließend erfolgte eine gemeinsame Begehung des Geländes. Dabei konnten wir uns mit den Zufahrten, Aufstellflächen, Schaltpunkten und sicherheitsrelevanten Einrichtungen vertraut machen. Solche Ortskenntnisse sind im Einsatzfall von entscheidender Bedeutung.

Wir bedanken uns herzlich bei Aquila Clean Energy für die Einladung sowie die praxisnahe und umfassende Unterweisung. Die enge Zusammenarbeit mit Betreibern kritischer Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil unserer Einsatzvorbereitung und dient der Sicherheit aller Beteiligten.

Infos zur Batteriespeicheranlage in Strübbel

Die von Aquila Clean Energy betriebene Anlage in Strübbel zählt zu den leistungsstarken Batteriespeicherprojekten in Schleswig-Holstein und spielt eine wichtige Rolle für die Stabilität des Stromnetzes in der Region.

Technische Eckdaten:

  • Leistung: 50 Megawatt (MW)

  • Speicherkapazität: 100 Megawattstunden (MWh)

  • Speicherdauer: ca. zwei Stunden bei Volllast

  • Versorgungspotenzial: rechnerisch rund 120.000 Haushalte für zwei Stunden

Weitere wissenswerte Punkte:

  • Die Anlage arbeitet mit modernen Lithium-Ionen-Batteriesystemen.

  • Sie reagiert innerhalb kürzester Zeit auf Netzschwankungen und kann Energie aufnehmen oder abgeben.

  • Batteriespeicher dieser Größenordnung tragen zur Frequenzstabilisierung im Stromnetz bei.

  • Die Anlage ist fernüberwacht und verfügt über mehrstufige Sicherheits- und Überwachungssysteme.

Solche Großspeicher gewinnen insbesondere in Regionen mit hohem Anteil an Windenergie zunehmend an Bedeutung, da sie Stromspitzen puffern und das Netz entlasten können.